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Wolltypen

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen verschiedene Wolltypen vorstellen.

Alpaka

Das Alpaka gehört zur Gattung der Kamele und stammt aus den Anden. Seine Wolle wird hochgeschätzt wegen seiner Leichtigkeit und Weichheit und der temperaturausgleichenden Wirkung. Die natürliche Farbpalette ist beim Alpaka sehr groß: von weiß über grau und braun zu schwarz gibt es viele Nuancen. Die Faser lässt sich leicht verspinnen.

Angora

Angorawolle stammt vom Angorakaninchen. Es ist die leichteste und gleichzeitig wärmste Wolle die es gibt, weshalb sie gerne in Unterwäsche verarbeitet wird. Auch bei der Behandlung von Gelenkerkrankungen wie Rheuma findet sie Einsatz. Das Angorakaninchen steht auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztierarten. Der Angorawolle habe ich einen eigenen Menüpunkt gewidmet.

Baumwolle

Hier handelt es sich um die Samenhaare einer Strauchpflanze. Baumwolle wird vor allem in China, Indien, Pakistan und den USA angebaut. Im Gegensatz zu Tierfasern nimmt sie zwar viel Feuchtigkeit auf, wird dabei aber schwer, weil sie die Feuchtigkeit nicht wieder an die Luft abgibt. Das Verspinnen dieser Faser ist mühselig und erfordert einige Übung.

Flachs

siehe Leinen

Hund

Das ausgekämmte Unterfell eines langhaarigen Hundes lässt sich zu farblich ansprechenden, weichen und temperaturausgleichender Wolle verarbeiten. Mehr Informationen hierzu unter Katzen- und Hundewolle.

Kamel

Die Wolle eines Kamels ist recht kurzfaserig, aber dennoch leicht zu verspinnen. Es gibt sie nur in Naturtönen, weil sie sich schlecht einfärben lässt. Dadurch dass Kamele großen Temperaturunterschieden ausgesetzt sind, ist sie angenehm zu tragen.

Kaschmir

Kaschmir ist ein kleines Land zwischen Indien und Pakistan. Bekannt ist es wohl vor allem durch die Kaschmirwolle, die von der Kaschmirziege, einer Hochgebirgsziege stammt. Die feine Wolle dieser Ziege ist die teuerste Wolle, die es gibt, weshalb sie meist mit anderen Wollfasern gemischt wird. Der Grund für den Preis ist die geringe Ausbeute des Flaumhaars, denn das Deckhaar ist rauh und kann nur zu Seilen o. ä. verarbeitet werden. Für einen Schal aus 100% Kaschmirwolle benötigt man den Jahresertrag von 1-2 Ziegen. Die Wolle gibt es in den Naturtönen weiß, grau und schwarz.

Katze

Die Katze hat ein sehr leichtes weiches Fell. Ausgekämmte Haare einer Langhaarkatze lassen sich zu einem sehr feinen Garn verspinnen, das wegen seiner Leichtigkeit angenehm zu tragen ist. Verstrickt kann sie z.B. auch das leidige Katzenfell ersetzen und so das Leid vieler Tiere ersparen. Mehr dazu unter Katzen- und Hundewolle.

Leinen

Flachs oder Lein gehört zu den ältesten Kulturpflanzen, sein Anbau kann zurückverfolgt werden bis in die Steinzeit. Die Faser wird aus dem Stängel gewonnen. Leinen wird hauptsächlich für Webstoffe verwendet und hat auf der Haut eine angenehm kühlende Wirkung.

Mohair

Mohairwolle stammt ebenfalls von einer Ziege, der Angoraziege, die aus der Türkei stammt. Die Fasern haben eine sehr hohe Stapellänge und filzen nicht. Mohair hat kein Wollfett.

Schafwolle

Hier gibt es viele Unterarten - von weich bis rauh, von Textilwolle bis Teppichwolle. Am Bekanntesten ist wohl die Merinowolle, die besonders langfaserig und weich und damit angenehm zu verspinnen ist, wobei neuseeländische Wolle weicher ist als europäische. Zu den einheimischen Rassen gehören z.B. Heidschnucke, Moorschnucke, Rhönschaf, Coburger Fuchsschaf, Ostfriesisches Milchschaf und Rauhwolliges Pommernschaf.

Seide

Seide wird aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen. Um sie zu gewinnen muss man die Faser vom Kokon abwickeln, denn sie ist eine Endlosfaser. Es gibt verschiedene Arten von Seiden, je nach Sorte des Seidenspinners oder seiner Ernährung.

 © 2007 B. Lumma www.handspinnen.info Stand: 1.Januar 2011